Gute Nachrichten aus der Reisebranche

Frederike
02.04.2020 09:28:00

#GoodNews aus der Reisebranche

Zu Zeiten, in denen schlechte Nachrichten überwiegen, ist es besonders wichtig, die Guten zu bündeln und das Positive zu zeigen. Dazu möchten wir mit diesem Post, der laufend aktualisiert wird, beitragen. Wir freuen uns sehr über Hinweise zu #GoodNews, die Ihnen dieser Tage begegnen!

Bundesregierung verständigt sich auf Gutschein-Lösung

Nach aktuellem Recht müssten Reiseveranstalter ihren Kunden das Geld für Reisen, die wegen der internationalen Reisewarnung abgesagt wurden, zurückzahlen. Reiseveranstalter forderten daher die Umsetzung einer Gutschein-Lösung, um die Liquidität von Reisebüros und Veranstaltern zu verbessern. Dieser hat nun auch die Bundesregierung zugestimmt. Nach dem Willen der Bundesregierung sollen Verbraucher Gutscheine statt einer sofortigen Rückzahlung erhalten. Dies gilt neben Reisen auch für Sport- und Kulturveranstaltungen. 

Genau besagt die Einigung, dass die Gutscheine bis Ende 2021 befristet sein sollen und für alle Tickets gelten, die vor dem 8. März gekauft wurden. Sollte der Kunde seinen Gutschein bis Ende 2021 nicht einlösen, muss der Veranstalter ihm den Wert erstatten. Für Kunden, denen ein Gutschein wegen ihrer finanziellen Situation nicht zumutbar ist, soll es Härtefallklauseln geben. Die Lösung muss noch von der EU-Kommission bestätigt werden.

Auch der Deutsche Reiseverband (DRV) hatte die Forderungen unterstützt und begrüßt die Regelung nun. Mehr zur Gutschein-Lösung.

DER Touristik und TUI gehen auf Reisebüros zu

Für Reisen, die wegen der internationalen Reisewarnung des Auswärtigen Amts zur Eindämmung des Coronavirus abgesagt werden müssen, setzt DER Touristik Deutschland die Rückforderung von Provisionsvorauszahlungen gegenüber den Reisebüros vorübergehend aus. Mehr zu DER Touristik.

Auch TUI Deutschland hat mitgeteilt, dass die Reisebüro-Abrechnungen seit vergangenem Wochenende zunächst ausgesetzt wurden. Deutschlands größter Reiseveranstalter reagiert damit auf Forderungen der Reisebüros, die durch die Rückzahlungen von Provisionen meist ihren letzt Liquidität verlieren würden. TUIs Entscheidung war die Ankündigung vorausgegangen, dass die KfW-Bank dem Unternehmen einen Überbrückungskredit in Höhe von 1,8 Milliarden Euro gewährt. Mehr zu TUI.

Aufruf an Entrepreneurs und Innovative

Angesichts der beispiellosen Herausforderung, vor der die weltweite Tourismusbranche momentan steht, ruft die Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Innovatoren und Entrepreneurs auf, neue Lösungen zu entwickeln, die dem Tourismussektor helfen, sich von der Corona-Krise zu erholen. 

Die Herausforderung der Aktion "Healing Solutions" besteht insbesondere darin, Ideen zu finden, die sofort etwas bewirken können: für Reiseziele und für Unternehmen. Die Teilnehmer sollten in der Lage sein zu zeigen, wie ihre Ideen dem Tourismus bei seiner Bewältigung der Situation helfen können. Die Ideen müssen außerdem in einem Pilotprojekt erprobt worden sein und bereit sein, auf eine breitere Basis gestellt zu werden, mit einem Geschäftsplan und dem Potenzial, in mehreren Ländern umgesetzt zu werden. 

Der Wettbewerb ist jetzt angelaufen, Bewerbungen werden bis zum 10. April 2020 angenommen. Die Gewinner des Wettbewerbs "Healing Solutions for Tourism Challenge" werden eingeladen, ihre Ideen Vertretern von mehr als 150 Regierungen vorzustellen. Mehr zur Healing Solutions-Challenge.

Die Reisebranche zeigt sich solidarisch 

Amondo hat die Grundgebühr für seine ca. 1.000 mobilen Reiseberater für den April ausgesetzt und ist zuversichtlich, auch noch weitere Maßnahmen zugunsten seiner Mitarbeiter schnell und vor allem unbürokratisch umsetzen zu können. 

Auch die Kooperation Best Reisen bemüht sich, seinen Mitgliedern im Moment entgegen zu kommen. So enthält ein Maßnahmenpaket z.B. die Aussetzung der Mitgliedsbeiträge, die vorgezogene Ausschüttung der Superprovision sowie die kostenlose Nutzung des Tools "Best Connect" für vorerst drei Monate. 

Eine weitere schnelle Unterstützung stellt der Backoffice-Spezialist Travel Agency Accounting (TAA) zur Verfügung. Ein Planungs-Tool, mit dem Gespräche zur Kreditvergabe mit Banken geplant werden können, wird für Reisebüros ab sofort kostenlos zugänglich sein. Hierbei handelt es sich um eine Excel-Tabelle, mit der Kosten, Erlöse und das Betriebsergebnis aus dem Vorjahr den aktuellen Zahlen und der Prognose für die kommenden Monate gegenübergestellt werden können. Das Tool erhalten Reisebüros auf Anfrage an coronahilfe@taa.de. Mehr zu den Soforthilfen.

Glücklich trotz Corona

Finnland ist zum dritten Mal in Folge das glücklichste Land der Welt. Leider können wir uns in naher Zukunft nicht selber davon überzeugen - also geben uns die Finnen so lange Tipps, wie man auch in Zeiten von Corona glücklich ist. BizTravel hat diese gesammelt. Die Ideen reichen von einer kalten Dusche und gutem Lesestoff, über zuckersüße Zimtschnecken bis hin zu einem Waldspaziergang und Museumsbesuchen - beides natürlich virtuell. Mehr zu den Glücks-Tipps aus Finnland.  

Von guten Kunden & Vermietern

Auch touristik aktuell sammelt gute Nachrichten aus der Reisebranche und berichtet z.B. von tollen Kunden, die nach der Stornierung ihrer Reise anboten, die entgangene Provision des Reisebüros zu zahlen und von hilfreichen Vermietern, die Reisebüros durch angebotene Mietminderungen unterstützen wollen. Mehr zu den Geschichten

ACHAT Hotels werden zu externen Homeoffices

Der Hashtag #stayathome motiviert derzeit weltweit, während der Ausbreitung des Coronavirus zu Hause zu bleiben, weswegen auch viele Unternehmen, wenn möglich, mobiles Arbeiten unterstützen. Doch was, wenn zu Hause einfach nicht die nötige Ruhe oder die gute Internetverbindung vorhanden ist? Die Kette ACHAT Hotels zweckt ihre Hotelzimmer kurzerhand um und bietet ab sofort 4.000 gut ausgestattete Homeoffice-Möglichkeiten an. Auf Wunsch sogar mit Frühstück, Lunch und Feierabendbier. Gutes WLAN sowie Drucker dürfen im Büroalltag natürlich auch nicht fehlen. Mehr zum Homeoffice in ACHAT Hotels.  

Chamäleon zahlt volle Provision

Der Veranstalter Chamäleon zahlt Reisebüros auf von Gästen stornierten Reisen die volle Provision. Dies tut er auch, wenn Gäste auf eine günstigere Reise umgebucht haben. Um noch besser unterstützen zu können, zahlt der Veranstalter die Provision außerdem schon nach der Buchung aus. Chamäleon möchte seinem Inhaber Ingo Lies zufolge einen Teil zur finanziellen Stabilität in unsicheren Zeiten beitragen. Mehr zu Chamäleon.

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