Scandlines modernisiert die Fähre „Schleswig-Holstein“ auf der Route Puttgarden–Rødby umfassend. Mehr als 25 Millionen Euro fließen in den Umbau des Schiffes, das derzeit in einer Werft in Klaipėda liegt.
Neben der technischen Umrüstung zur Plug-in-Hybridfähre werden die Passagierbereiche auf den Decks 5 und 6 vollständig neugestaltet.
Nach dem Umbau soll die „Schleswig-Holstein“ einen Großteil ihres Energiebedarfs mit Strom decken, der während der Hafenaufenthalte an Land geladen wird.
Die Maßnahme ist Teil der langfristigen Strategie von Scandlines, bis 2040 ohne direkte Emissionen zu fahren. Ein weiteres Schiff auf der Route Puttgarden–Rødby soll ebenfalls auf Plug-in-Hybridbetrieb umgestellt werden.
Bereits seit März ist mit „The Baltic Whale“ zudem eine neue elektrische Frachtfähre auf dem Fehmarnbelt unterwegs.
Parallel zur technischen Modernisierung investiert Scandlines deutlich in die Passagierbereiche.
Neue Restaurants, Cafés und Shoppingflächen sind ebenso geplant wie ein Außenbereich mit Spielplatz. Hinzu kommen digitale Bestellmöglichkeiten und eine neue Gestaltung der Passagierströme, die Wartezeiten reduzieren soll.
Scandlines zufolge fließen dabei Erkenntnisse über das Verhalten und die Aufenthaltsmuster der Passagiere in die Neugestaltung ein.
Für Reiseveranstalter im DACH-Markt ist die Entwicklung besonders interessant, weil Puttgarden–Rødby eine wichtige Verbindung für Reisen von Deutschland über Dänemark nach Skandinavien darstellt.
Bei Busreisen, Selbstfahrerprogrammen und Rundreisen beginnt das Reiseerlebnis nicht erst am Zielort. Komfort, Gastronomie und Aufenthaltsqualität während der Fährpassage können Teil des Gesamteindrucks einer Reise sein.
Die „Schleswig-Holstein“ soll voraussichtlich gegen Ende 2026 wieder in den Betrieb zurückkehren.
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