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Oslo plant Kreuzfahrtabgabe ab 2027

Geschrieben von Anja | 15.10.2026, 07:46:03

Die norwegische Hauptstadt will Kreuzfahrtgäste an den Kosten touristisch genutzter Infrastruktur beteiligen

Für Reiseveranstalter könnte damit ein zusätzlicher Kostenfaktor entstehen – beschlossen ist die Einführung noch nicht.

Oslo möchte ab 2027 eine Abgabe für Kreuzfahrtpassagiere einführen. Die Einnahmen sollen dazu beitragen, öffentliche Infrastruktur zu unterhalten und zusätzliche Ausgaben etwa für Reinigung und Toiletten zu decken. Nach Angaben von Cruise Industry News, die sich auf Aftenposten beziehen, steht die erforderliche politische Zustimmung noch aus.

Nationaler Vorschlag als Grundlage

Die norwegische Regierung hat im März einen Vorschlag für eine kommunale Kreuzfahrtabgabe vorgelegt. Vorgesehen sind 100 norwegische Kronen je Passagier und angefangenem 24-Stunden-Zeitraum, in dem das Schiff im Hafen liegt oder Passagiere in der Kommune an Land bringt. Als Inkrafttreten der nationalen Verordnung wurde der 1. Januar 2027 vorgeschlagen. Das ist vom tatsächlichen Beginn einer Erhebung in Oslo zu unterscheiden.

Was bedeutet das für die Reiseplanung?

Für Veranstalter mit Oslo-Anläufen im Programm ist die geplante Abgabe ein Punkt für die Abstimmung mit ihren Reedereipartnern. Zu klären wäre nach einer verbindlichen Entscheidung, ob und wie die zusätzlichen Kosten in Reisepreise oder gesonderte Gebühren einfließen.

Auch die Aufenthaltsdauer verdient Aufmerksamkeit: Eine Berechnung je angefangenem 24-Stunden-Zeitraum könnte bei längeren Hafenaufenthalten anders ausfallen als bei einem Tagesanlauf. Solange die endgültigen Regelungen und der lokale Einführungstermin offen sind, lässt sich daraus jedoch noch kein verbindlicher Zuschlag für eine konkrete Reise ableiten.

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Header: © julian zwengel unsplash