Nordnorwegen verzeichnete 2025 ein solides Wachstum im Tourismus und bestätigt damit seine Position als eine der dynamischsten Arktis-Destinationen Europas. Neue Beherbergungszahlen zeigen einen Anstieg der gewerblichen Übernachtungen um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders deutlich fiel das Plus bei internationalen Gästen aus: Die Zahl der ausländischen Übernachtungen stieg um 16 Prozent.
Zu den stärksten Wachstumsmärkten zählten unter anderem Großbritannien und Italien.
Wachstum wurde zwar über das gesamte Jahr hinweg registriert, doch insbesondere die Wintersaison zeigte eine starke Dynamik. Im Dezember stiegen die Übernachtungszahlen in Nordland, Troms und auf Svalbard deutlich, während Finnmark einen Rückgang verzeichnete. Insgesamt ergibt sich jedoch ein positives Bild für den Wintertourismus in der Region.
Die Zahlen verdeutlichen: Der Winter ist in Nordnorwegen längst kein Nischenprodukt mehr. Er entwickelt sich zunehmend zum zentralen internationalen Wachstumstreiber, gestützt durch bessere Erreichbarkeit, gezielte Produktentwicklung und konsequente Positionierung als ganzjährige Arktis-Destination.
Die Natur bleibt das Herzstück der Destination. Gleichzeitig verändert sich die Nachfrage. Gäste reisen nicht mehr ausschließlich zur Beobachtung der Landschaft an, sondern suchen aktiv geführte, buchbare und qualitativ hochwertige Naturerlebnisse. Diese Entwicklung unterstützt die strategische Ausrichtung der Region, stärker auf Wertschöpfung als auf reine Besucherzahlen zu setzen. Längere Aufenthalte und intensivere Einbindung in lokale Aktivitäten gewinnen an Bedeutung. Strukturierte und professionell vermarktete Wintererlebnisse werden damit zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Mit steigenden Besucherzahlen wächst auch die Verantwortung. Die arktische Natur ist gleichzeitig Hauptattraktion und besonders sensibler Lebensraum. Nordnorwegen betont weiterhin die Bedeutung nachhaltiger Reiseentscheidungen, zertifizierter Anbieter und verantwortungsvoller Mobilität. Die Balance zwischen touristischem Wachstum und Schutz von Natur sowie lokalen Gemeinschaften bleibt eine zentrale Aufgabe. Mit starkem Wintermomentum startet die Region in das Jahr 2026 – die Herausforderung liegt nun in der nachhaltigen Steuerung des Erfolgs.
Für internationale Reiseveranstalter bestätigen die Zahlen die anhaltend hohe Nachfrage nach arktischen Winterprogrammen. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass der Wettbewerb um Kapazitäten, qualifizierte Guides und buchbare Erlebnisse weiter zunimmt. Klare Positionierung, verlässliche Partner und professionell entwickelte Winterprodukte bleiben damit entscheidende Erfolgsfaktoren.
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Header: © Northern Norway / Monica Hoseth