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Nordlichter per Kreuzfahrt: plantours setzt auf den Winter im hohen Norden

Geschrieben von Anja | 09.04.2026 03:47:40

Neue Routen ab Hamburg zeigen, wie der Norden zunehmend als fertiges Erlebnisprodukt vermarktet wird

Der Hamburger Veranstalter plantours erweitert sein Portfolio für 2027 um drei neue Winterkreuzfahrten mit Fokus auf Nordlichter. Unter den Titeln „Sehnsucht Nordlichter“ und „Polarlichter im Bottnischen Meerbusen“ führen die zweiwöchigen Reisen ab und bis Hamburg in den hohen Norden Europas.

Winterrouten zwischen Fjorden und Ostsee  

Die Reisen im Januar verlaufen entlang der norwegischen Küste über die Lofoten bis zum Nordkap. Neben der Beobachtung von Polarlichtern stehen klassische Winteraktivitäten wie Huskytouren auf dem Programm. Ergänzt wird das Erlebnis durch einen Astronomen an Bord, der Einblicke in Sternenkunde und das Phänomen der Aurora Borealis gibt.

Eine weitere Route im März führt über die Åland Islands und Städte wie Stockholm zurück nach Hamburg. Auch hier stehen Nordlichter im Mittelpunkt, kombiniert mit Ausflügen wie Schneemobilfahrten, Rentierbesuchen oder City-Erlebnissen.

Ein Produkt, das sich selbst verkauft?  

Was auf den ersten Blick wie eine klassische Kreuzfahrt wirkt, zeigt bei genauerem Hinsehen einen klaren Trend: Der Norden wird zunehmend als komplettes Erlebnisprodukt angeboten.  

Anreise, Unterkunft, Aktivitäten und Storyline sind bereits integriert mit einem starken emotionalen Fokus auf Nordlichter als zentrales Verkaufsargument.

Gerade die Abfahrt ab Hamburg macht das Produkt besonders attraktiv für den DACH-Markt: Keine Fluganreise, einfache Planung und eine klare Zielgruppenansprache.

Was bedeutet das für den Markt?  

Solche Angebote zeigen, wie sich der Wettbewerb verändert:  

  • Erlebnisse werden gebündelt statt einzeln verkauft

  • Zugänglichkeit steigt, vor allem für neue Zielgruppen

  • Vergleichbarkeit nimmt zu, da Produkte stärker standardisiert werden  

Für Reiseveranstalter entsteht dadurch ein klar strukturiertes, leicht vermarktbares Produkt. Für Destinationen und lokale Anbieter bedeutet es gleichzeitig: Sie werden Teil eines größeren Gesamterlebnisses und müssen sich darin klar positionieren.

Mit Formaten wie diesen verschiebt sich der Fokus: Nicht mehr nur die Destination zählt, sondern wie sie als Erlebnis inszeniert und verkauft wird.

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Header: © Keith Hasler Unsplash