Neue Tourismusgruppe verbindet Finnisch-Lappland und Nordnorwegen
Die Unternehmer hinter SantaPark Arctic World schließen sich mit der norwegischen Arctic Resorts zusammen
Entstehen soll eine grenzüberschreitende Tourismusgruppe, die Produkte in Finnland und Norwegen gemeinsam international vermarkten kann.
Im arktischen Tourismus zeichnet sich eine größere Unternehmensstruktur ab: Ilkka Länkinen und Katja Ikäheimo-Länkinen, die Unternehmer hinter SantaPark Arctic World in Rovaniemi, bündeln ihre Aktivitäten mit dem norwegischen Unternehmen Arctic Resorts.
Im Zuge der Unternehmensvereinbarung werden die beiden zu den größten privaten Anteilseignern der neuen Gruppe.
Zum Portfolio auf finnischer Seite gehören unter anderem Arctic TreeHouse Hotel, SantaPark Arctic World, Santa Claus Secret Forest – Joulukka, Rakas Restaurant, Lapland Luxury DMC und das neue Aino Private Island Hotel.
Gemeinsam kamen die beteiligten Unternehmen zuletzt auf einen Umsatz von rund 63 Millionen Euro und etwa 350 000 Gäste.
Finnland und Norwegen aus einer Hand
Strategisch besonders interessant ist die geografische Dimension der neuen Gruppe.
Künftig können Produkte in Finnisch-Lappland und Nordnorwegen stärker miteinander verbunden und internationalen Reiseveranstaltern innerhalb einer gemeinsamen Struktur angeboten werden.
Damit treffen zwei komplementäre arktische Produktwelten aufeinander: Lapplands Wälder, Wintererlebnisse und touristische Infrastruktur einerseits sowie Fjorde, Küste und maritime Erlebnisse Nordnorwegens andererseits.
Für internationale Veranstalter könnten dadurch neue Möglichkeiten für grenzüberschreitende Rundreisen und kombinierte Programme entstehen.
Auch der Sommer spielt eine Rolle
Die Kooperation ist jedoch nicht nur für den Winter interessant.
Nordnorwegen verfügt über eine starke Position im Sommertourismus, während Rovaniemi und andere Destinationen in Finnisch-Lappland ihre Sommer- und Herbstsaison weiter ausbauen möchten.
Der Austausch von Know-how, internationalen Vertriebsstrukturen und bestehenden Produkten könnte deshalb auch die Entwicklung ganzjähriger Angebote beschleunigen.
Der arktische Tourismus wird internationaler
Die Unternehmensvereinbarung steht zugleich für eine größere Entwicklung im Norden. Für internationale Märkte müssen touristische Produkte nicht zwangsläufig an Landesgrenzen enden.
Gerade für Fernmärkte und europäische Veranstalter kann die Kombination mehrerer nordischer Regionen eine Reise attraktiver machen und längere Aufenthalte ermöglichen.
Wenn Anbieter, Unterkünfte, DMC-Leistungen und Vertrieb innerhalb größerer grenzüberschreitender Strukturen zusammenkommen, können solche Kombinationen zudem einfacher buchbar werden.
Warum wir das beobachten
Die neue Gruppe zeigt, wie sich der arktische Tourismus zunehmend grenzüberschreitend organisiert – mit Potenzial für neue Finnland-Norwegen-Produkte, stärkere internationale Vertriebsstrukturen und eine längere Saison.
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Header: © Fajar Al Hadi Unsplash
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