Eine aktuelle Untersuchung von Mabrian und Data Appeal, vorgestellt beim Jahresmeeting der Europäischen Reisekommission, zeigt eine deutliche Verschiebung im Reiseverhalten von Langstreckenmärkten. Reisende aus den USA, Kanada, China, Japan, Südkorea und Australien interessieren sich zunehmend für alternative europäische Regionen abseits der klassischen Hotspots. Für Finnland ist das eine strategisch relevante Entwicklung.
Während etablierte Destinationen wie Toskana, Andalusien oder Île-de-France weiterhin stark bleiben, wächst das Interesse an sogenannten „Emerging Destinations“. Dazu zählen unter anderem Südfinnland, Vestland in Norwegen, Nordportugal oder Teile Polens. Besonders Regionen mit klarer Naturpositionierung und authentischem Profil gewinnen an Sichtbarkeit. Die Analyse zeigt: Naturbasierte und aktive Reiseerlebnisse sind zentrale Motivatoren für Langstreckenreisende in diesen Regionen.
Ein weiterer relevanter Trend: Langstreckenreisende meiden verstärkt Juli und August. Vor allem asiatische Märkte bevorzugen Reisezeiträume außerhalb der europäischen Hauptferienzeiten. Für Destinationen wie Finnland eröffnet das neue Möglichkeiten zur besseren Auslastung der Schulterzeiten, sowohl im Frühling als auch im Herbst.
Finnland vereint mehrere Faktoren, die in der Studie als Wachstumstreiber identifiziert wurden:
Natur- und Outdoor-Angebote
Kühlere Klimazonen
Weniger überlaufene Regionen
Authentische kulturelle Identität
Hohe Qualitätsstandards im Unterkunftssegment
Gerade für Südfinnland, aber auch für weitere nordische Regionen, ergibt sich daraus ein strategisches Momentum.
Langstreckenmärkte sind nicht nur Volumentreiber, sondern auch Impulsgeber für eine bessere saisonale und geografische Verteilung des Tourismus.
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