In Ostfinnland wurde die Kolin jäätie erneut für den Verkehr freigegeben. Die rund sieben Kilometer lange Eisstraße über den Pielinen verbindet die Dörfer Koli und Vuonislahti in der Region Lieksa und gilt als die längste Eisstraße auf europäischen Binnengewässern.
Die Öffnung ist jedes Jahr von den natürlichen Bedingungen abhängig: Erst wenn das Eis ausreichend stark ist, darf die Strecke genutzt werden. Genau diese Abhängigkeit von Wetter und Jahreszeit macht die Kolin jäätie zu etwas Besonderem, für Einheimische ebenso wie für Reisende.
Der Mehrwert der Kolin jäätie liegt nicht in ihrer Funktion, sondern in ihrer Symbolik. Sie zeigt, wie sich Mobilität im Norden saisonal an die Natur anpasst – und genau darin liegt ihr Reiz für Besucher. Für den Tourismus ist sie: ein starkes Inspirationsthema für Winterreisen ein anschauliches Beispiel für klimabedingte Saisonalität ein ruhiger Kontrapunkt zu Technik-, Preis- oder Infrastruktur-News Solche Phänomene laden nicht zur schnellen Nutzung ein, sondern zum bewussten Erleben und passen damit ideal zu Slow Travel und authentischem Winter-Storytelling.
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