Die ITB Berlin hat ihre digitale Plattform für 2026 freigeschaltet. Mit dem ITB Navigator und einer neuen Messe-App setzt die ITB stärker denn je auf strukturierte Vorbereitung, gezieltes Networking und effiziente Orientierung vor Ort. Für Reisefachleute ist das weniger ein technisches Update als ein klarer Richtungswechsel in der Art, wie Messen genutzt werden.
Der ITB Navigator ermöglicht Fachbesuchern, Einkäufern, Ausstellern und Medien bereits im Vorfeld Kontakte zu recherchieren und anzusprechen Termine direkt über die Plattform zu vereinbaren Eine neue Matchmaking-Funktion schlägt passende Gesprächspartner auf Basis der Profilangaben vor. Ein Relevanzindikator zeigt, wie gut ein Match inhaltlich passt. Damit wird deutlich: Profilqualität und Vorbereitung gewinnen an Bedeutung.
Ab Ende Januar ergänzt die neue ITB Berlin App den Navigator. Sie bündelt:
persönlichen Terminkalender gespeicherte Kontakte
Aussteller- und Programmübersichten
digitales Ticket und interaktiven Geländeplan
Während der Messe kommen standortbasierte Hinweise hinzu, die auf Sessions oder Angebote in der Nähe aufmerksam machen. Ziel ist es, die begrenzte Zeit vor Ort möglichst effizient zu nutzen.
Für Aussteller bietet die kostenpflichtige Lead-Scanning-Funktion die Möglichkeit, Besucherausweise zu scannen und Kontakte in Echtzeit zu erfassen und zu exportieren. Gespräche werden dadurch systematischer nachbereitbar, weniger abhängig von handschriftlichen Notizen oder Einzelpersonen. Für Einkäufer steigt zugleich die Erwartung, klar positioniert und vorbereitet in Meetings zu gehen.
Digitale Tools wie der ITB Navigator zeigen, wie stark sich B2B-Messen in Richtung gezielter Vorbereitung und passgenauer Gespräche entwickeln. Für viele Marktteilnehmer stellt sich damit grundsätzlicher die Frage, welche Formate welche Ziele am besten unterstützen – von großen Leitmessen bis hin zu kuratierten Fachveranstaltungen.
Mehr zu der ITB 2026.
Header: © ITB Berlin