Island plant Besuchergebühr für den Golden Circle ab 2027

Frederike
1 Min. Lesezeit
08.10.2026, 09:07:57

Geplante Gebühr für Geysir, Gullfoss und Thingvellir

Island plant eine neue Besuchergebühr für drei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes: Geysir, Gullfoss und Þingvellir. Ziel des geplanten Systems ist es, den Besucherstrom an den stark frequentierten Attraktionen besser zu steuern und einen Beitrag zu deren nachhaltiger Bewirtschaftung zu leisten.

Ein aktueller Gesetzentwurf sieht einen gemeinsamen Zugangspass für alle drei Sehenswürdigkeiten vor. Dieser soll in der Hauptsaison 4.500 ISK und in der Nebensaison 3.000 ISK kosten und jeweils ein Jahr gültig sein. Auch Reiseveranstalter sollen die Möglichkeit erhalten, die Pässe für ihre Gäste zu erwerben.

Sollte der Gesetzentwurf verabschiedet werden, ist der Start des neuen Systems derzeit für den 1. Mai 2027 vorgesehen. Stellungnahmen zum Entwurf können noch bis zum 7. Oktober 2026 eingereicht werden.

Was bedeutet das für Reiseveranstalter?

Für Reiseveranstalter könnte die geplante Gebühr direkte Auswirkungen auf die Kalkulation klassischer Island-Rundreisen haben.

Sollte die Regelung wie derzeit vorgeschlagen in Kraft treten, müssten die zusätzlichen Kosten bei der Preisberechnung für 2027 berücksichtigt werden. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie die Zugangspässe künftig organisatorisch abgewickelt werden – insbesondere bei Gruppenreisen und Pauschalreisen.

Hier empfiehlt es sich, frühzeitig mit den jeweiligen isländischen Incoming-Partnern zu klären, wie der Erwerb und die Abwicklung der Pässe vorgesehen sind.

Wichtig: Noch handelt es sich um einen Gesetzentwurf. Die Besuchergebühr ist daher noch nicht beschlossen und kann sich im weiteren Gesetzgebungsverfahren noch ändern.

Warum wir das beobachten

Die Diskussion zeigt, dass das Thema Besuchermanagement und nachhaltiger Tourismus an Islands bekanntesten Sehenswürdigkeiten weiter an Bedeutung gewinnt.

Für Reiseveranstalter, die Island-Reisen für 2027 planen, lohnt es sich deshalb, die weitere Entwicklung im Blick zu behalten. Bei der Produktplanung und Kalkulation sollten mögliche zusätzliche Kosten ebenso berücksichtigt werden wie die praktische Abwicklung vor Ort.

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