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Island führt landesweite Maut ein: Neue Kostenlogik für Selbstfahrer

Geschrieben von Anja | 07.02.2026 13:16:53

Mobilität wird in Island künftig nach Nutzung statt Verbrauch bepreist

Seit dem 1. Januar 2026 hat Island sein System der Straßenfinanzierung grundlegend umgestellt. Die bisherige Kraftstoffsteuer wurde abgeschafft und durch eine kilometerabhängige Straßennutzungsgebühr ersetzt, die für alle Fahrzeuge gilt – unabhängig von Antriebsart oder Herkunft.

Für Pkw bis 3,5 Tonnen liegt die Gebühr bei 6,95 ISK pro gefahrenem Kilometer. Touristinnen und Touristen zahlen diese Abgabe in der Regel pauschal über den Mietwagenanbieter, aktuell in etwa 1.550 ISK (rund 10 CHF) pro Tag. Zusätzlich bleiben einzelne Infrastrukturprojekte wie der Vaðlaheiðargöng-Tunnel mautpflichtig.

Die Umstellung folgt einem klaren Prinzip: Mobilität wird stärker über Nutzung gesteuert, nicht über Verbrauch. Zwar sinken die Treibstoffpreise, gleichzeitig wurde jedoch die CO₂-Steuer erhöht, wodurch sich die Einsparung für Reisende weitgehend ausgleicht.

Für Reiseveranstalter und Buyer bedeutet das, dass Island-Reisen nicht zwingend günstiger, aber kostentransparenter und planbarer werden. Gleichzeitig verändert sich die Preiswahrnehmung bei Selbstfahrerprodukten. Ein Aspekt, der in Beratung und Produktkommunikation künftig stärker erklärt werden sollte.

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