Die finnische Regierung arbeitet an einem Gesetz, das Gemeinden künftig die Einführung einer Touristensteuer ermöglichen soll. Noch ist nichts beschlossen, doch für Reiseveranstalter und touristische Anbieter lohnt sich bereits jetzt ein genauer Blick. Finnland könnte künftig dem Beispiel vieler europäischer Länder folgen und eine Touristensteuer einführen. Laut dem Finanzministerium hat die Regierung beschlossen, die gesetzlichen Grundlagen für ein entsprechendes Modell auszuarbeiten. Gemeinden sollen später selbst entscheiden können, ob sie eine solche Abgabe erheben möchten.
Geplant ist ein flexibles Modell: Jede Kommune könnte eigenständig wählen, ob sie die Steuer einführt. Die Einnahmen würden vollständig bei der jeweiligen Gemeinde bleiben. Finanzministerin Riikka Purra betonte, dass beliebte Reiseziele dadurch zusätzliche Einnahmen aus dem Tourismus generieren könnten. Gleichzeitig solle das Modell einfach und klar gestaltet werden.
Nach aktuellem Stand soll die Abgabe für alle Formen kostenpflichtiger Kurzzeitunterkünfte gelten. Dazu würden sowohl inländische als auch internationale Gäste zählen. Ziel ist es, unterschiedliche Unterkunftsarten gleich zu behandeln. Das bedeutet: Hotels, Ferienhäuser, Apartments oder andere touristische Unterkünfte könnten künftig betroffen sein, sofern eine Gemeinde die Steuer einführt.
Noch ist das Gesetz nicht verabschiedet. Touristensteuern sind in vielen Ländern längst etabliert. Städte und Regionen nutzen sie häufig zur Finanzierung touristischer Infrastruktur, Nachhaltigkeitsmaßnahmen oder zusätzlicher Services für Gäste. Mit Finnland würde nun auch ein weiterer nordischer Markt diesen Schritt prüfen.
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