Seit dem 27. September 2026 gelten in der EU strengere Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die neuen Regeln betreffen auch die Reisebranche – von Umweltzeichen bei Hotels über Klimaversprechen von Airlines bis hin zu Nachhaltigkeitsangaben auf Buchungsplattformen.
Die zugrunde liegenden EU-Regeln sind nicht neu. Aktuell wird jedoch stärker darauf geschaut, was die Vorgaben konkret für die Reisebranche bedeuten: Allgemeine Aussagen wie „umweltfreundlich“ oder „klimaneutral“ sollen nicht ohne entsprechende Nachweise verwendet werden. Auch Nachhaltigkeitslabel müssen auf geeigneten Zertifizierungs- und Kontrollsystemen beruhen.
Besonders relevant für die Reisebranche: Eine Reise darf nicht allein aufgrund von Klimakompensation als „klimaneutral“ beworben werden. Unternehmen dürfen weiterhin über Klimaschutzmaßnahmen oder den Erwerb von Klimazertifikaten informieren – die Kommunikation muss jedoch transparent und darf nicht irreführend sein.
Auch konkrete Nachhaltigkeitsmaßnahmen müssen korrekt eingeordnet werden. Wenn beispielsweise nur ein einzelner Bereich eines Hotels umweltfreundlicher gestaltet wurde, darf daraus nicht automatisch der Eindruck entstehen, der gesamte Hotelaufenthalt sei „umweltfreundlich“.
Für norwegische Unternehmen ist die Entwicklung ebenfalls relevant: Norwegen hat bereits Gesetzesänderungen zur Umsetzung der EU-Vorgaben beschlossen. Das genaue Inkrafttreten steht noch aus und wird frühestens für die erste Hälfte 2027 erwartet. Gleichzeitig müssen norwegische Anbieter, die sich mit ihren Angeboten direkt an Verbraucher in der EU richten, die dort geltenden Regeln berücksichtigen.
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